Beaujolais
Villages - eine Einheit in Vielfalt
Die Weinberge der
Beaujolais Villages liegen im Zentrum des Beaujolais und ziehen sich
über 30 Kilometer von Norden nach Süden. Geschützt durch die Berge der
Haute-Azergues und der Haut-Beaujolais liegen die Rebflächen
auf einer Höhe von 200 bis 500 Metern. Die Hügel und Hänge neigen sich
in Richtung der Nebenflüsse der Sâone.
Die Gemeinsamkeit: Granit-, Schiefer- und Sandböden, auf denen
die Gamay-Traube - die einzige zugelassene Rebsorte für Rotwein im Beaujolais
- voll zur Entfaltung kommt.
Die
Rebstöcke müssen sich tief in die mageren und wasserdurchlässigen
Böden bohren und fühlen sich um so wohler, je mehr sie auf Granit
beißen.
Die Beaujolais Villages bilden somit eine Familie, die auf den ersten
Blick große Gemeinsamkeiten aufweist. Je nach Bodenbeschaffenheit, Mikroklima
und Philosophie der einzelnen Winzer entwickeln alle Weine ihren eigenständigen
Charakter.
Der französische
Autor Louis Orizet beschreibt diese Einheit in Vielfalt der Beaujolais
Villages in seinem Buch "Mon Beaujolais" treffend, wenn er sagt:
"Jeder hat seine Persönlichkeit...." Und doch haben sie eines
gemeinsam: "Sie sind eher durststillend als zu Kopfe steigend,.....
Sie haben mehr Geist als Fleisch,...., mehr Eleganz als Anspruch. Sie
sind frisch und verlockend, belebend und munter, schelmisch und kokett."
Erst seit dem 21.
April 1950 dürfen Weine bestimmter Lagen der Weinbauregion Beaujolais
die Bezeichnung "Villages" (Dörfer) auf das Etikett schreiben.
Heute haben 38 Gemeinden ein Recht auf diese Zusatzbezeichnung. Auf
rund 6000 Hektar Rebfläche zwischen Mâcon im Norden und Lyon im Süden
produzieren 1500 Winzer durchschnittlich 350.000 Hektoliter Beaujolais
Villages im Jahr. Beaujolais Villages sind das Bindeglied zwischen
den einfacheren Beaujolais-Weinen und den kräftigeren und strukturierteren
Spitzengewächsen, den Crus du Beaujolais.