Die einzelnen Lagen

Kirchberg, Eichberg und Henkenberg

Konrad und Wolf-Dietrich Salwey (von links) Von Vulkanverwitterungsböden stammen die Lagen Oberrotweiler Kirchberg, Eichberg und Henkenberg. Vor allem die Grauburgunder sind meiner Meinung nach von herausragender Qualität und begeistern mich durch ihre opulente, vollmundige Art mit viel Extrakt und feiner Mineralität.

Aber auch die Spätburgunder sind vorzüglich. Nicht oft findet man eine so typische saubere Spätburgunderfrucht. Nicht alle roten werden in den Barriques gelagert, sondern reifen in größeren Fässern. Somit können die Weine während der Reife atmen, aber die Aromen des Holzes bleiben geschmacklich im Hintergrund. Manche Spätburgunder werden mit den Rappen vergoren. Üblicherweise entfernt man diese, da die in den Stielen enthaltenen Tannine besonders herb und bitter sind. Im ersten Moment wirken diese Weine sehr hart und robust, aber nach einiger Zeit im Glas entfalten sie ihre ganze Frucht und Fülle und zeigen wieder den unverwechselbaren klaren Salwey - Stil. Auch Winzer aus der Bourgogne entrappen nur einen Teil ihres Traubengutes. Es gilt die Überzeugung: wenn die Trauben reif sind, ist auch das Tannin in den Stielen reif. Da der Pinot Noir/Spätburgunder von Natur aus tanninärmer als zum Beispiel ein Merlot ist, kommt ihm diese Methode zu gute.

Käsleberg

Eine andere Lage um Oberrotweil ist der Käsleberg. Dort wachsen die Rebstöcke auf feinem Lössboden. Löss ist eine hellfarbene, feinkörnige Ansammlung von Sand bzw. Ton- und Silk-Partikeln, die vom Wind hierher getragen wurden. Diese feine Struktur des Bodens zeigt sich auch in der zarten, blumigen Art der Weine dieser Lage. Ihre Eleganz und Finesse bilden ein gutes Gegenstück zu den gewichtigeren Weinen vom Vulkanverwitterungsboden.

 

 
 
   
   
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