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WEINHERSTELLUNG - KELLER
Arbeitsschritte
im Keller
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MAISCHEN UND KELTERN. Die Arbeit im Keller beginnt mit dem
Entladen der Traubenbütten an der Kelterstation. Keltern bedeutet,
die Trauben auszupressen, d. h. die festen von den flüssigen Bestandteilen
der Trauben zu trennen.
Dazu verwendet man Zerkleinerungsvorrichtungen,
sogenannte Traubenmühlen, und Pressen. Durch die Zerkleinerung erhält
man die Maische. Die Maische ist der Fruchtbrei, der durch das Zerquetschen
bzw. Mahlen der Trauben entsteht.
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© ÖWM
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An Pressen verwendet man noch heute
viele unterschiedliche Typen - von der einfachen Korbpresse bis
zur hochmodernen pneumatischen Tankpresse.
Bei der Weißweinbereitung
werden die weißen Trauben nach der Lese entweder
- sofort schonend gepresst (Ganztraubenpressung)
oder
- entrappt (von Stielen befreit)
und gemaischt (zerkleinert bzw. angequetscht) und anschließend
entweder sofort oder nach kurzer Maischestandzeit gepresst.
Durch die Maischestandzeit werden
bestimmte Substanzen, die teilweise den späteren Geschmack des Weins
beeinflussen, freigesetzt.
Bei der Rotweinbereitung sind
im wesentlichen zwei Verfahren üblich:
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- Maischeerhitzung. Dabei
wird die Maische der roten Trauben kurze Zeit erwärmt bzw. erhitzt,
um die Farbstoffe, die vor allem in der Beerenhaut sitzen, zu
lösen. Nach Abkühlung der Maische erfolgt die Kelterung und Vergärung
des so gewonnenen roten Mostes.
- Maischegärung. Dabei lässt
man die Maische solange gären, bis durch den gebildeten Alkohol
ausreichend Farb- und Gerbstoffe gelöst sind. Dann lässt man den
abgepressten roten Most endgültig vergären.
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Maischegärung (im kleinen Stil),
© Fetzer Vineyards
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Viele Winzer arbeiten heute auch mit einer Kombination beider Verfahren
bei der Rotweingewinnung.
Wird die Maische aus roten Trauben
sofort abgepresst, ist das Ergebnis der Weißherbst oder
Roséwein. Diese Weine haben deshalb nur eine zarte Rotfärbung,
weil in der kurzen Maischestandzeit nur wenig roter Farbstoff aus
der Beerenhaut extrahiert wird. Der Weißherbst darf nur aus einer
einzigen Rotweinsorte bestehen und muss ein Qualitätswein b.A. oder
Qualitätswein mit Prädikat sein.
Eine Württemberger Spezialität ist
der Schillerwein, ebenfalls ein roséartiger Wein. Er wird
durch gemeinsames Keltern von roten und weißen Trauben erzeugt.
Schillerwein kann aus allen in Württemberg zugelassenen Rebsorten
erzeugt werden.
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