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Weißweine mit Edelstahlausbau vergärt
man meist bei kühlen Temperaturen (14 - 16 Grad Celsius) kontrolliert
langsam. Bei der Vergärung im Barrique (Chardonnay wird z. B. häufig
im Barrique vergoren) steigen die Temperaturen höher an. Bei Rotweinen
kann die Gärtemperatur bis weit über 30 Grad Celsius ansteigen.
Bei der Erzeugung von Pinotage in Südafrika sind höhere Gärtemperaturen
sogar ausdrücklich gewünscht. Dadurch sollen aufdringliche Ester-Töne
ausgetrieben werden, die bei der Vergärung dieser Rebsorte entstehen.
DIE MILCHSÄUREGÄRUNG. Oft
schließt sich an eine stürmische alkoholische Gärung beim Rotwein
die Milchsäuregärung gleich an. Diese Gärung geschieht nicht durch
Hefen, sondern durch Milchsäurebakterien. Dabei setzen Bakterien
einen Teil der Äpfelsäure in Milchsäure um. Die Milchsäure schmeckt
weniger aufdringlich und weicher als die Äpfelsäure. Bei vielen
Weißweinen wird eine gezielte vollständige oder teilweise Milchsäuregärung
vorgenommen, um die Säurestruktur der Weine zu verändern. Die Milchsäuregärung
wird auch Biologischer Säureabbau, BSA, genannt. Sie wird ebenfalls
häufig durch Zugabe spezieller Zuchtulturen eingeleitet.
Das hefetrübe, noch gärende Produkt
bezeichnet man auch als Federweißer, Bitzler, Rauscher oder Sauser.
Nach Beendigung der Gärung nennt man es Jungwein. Die alkoholische
Gärung kann in wenigen Tagen beendet sein. Bei hochkonzentrierten
Mosten, bei Trockenbeerenauslesen etwa, kann sie viele Monate dauern.
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