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WEINHERSTELLUNG - KELLER
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REIFE UND ABFÜLLUNG. Die Zeit der Lagerung eines Weines im
Fass und nach der Abfüllung in der Flasche, also die Zeit der Reife,
kann die Weinqualität und den Geschmack entscheidend beeinflussen.
Unter dem Gesichtspunkt, dass Verbraucher heute vornehmlich junge
und frische Weine bevorzugen, werden Weißweine oft nach kurzer Lagerung
abgefüllt und auf den Markt gebracht. Hochwertige Spitzenweine werden
hingegen erst nach deutlich längerer Lagerzeit in Flaschen gefüllt.
Vorwiegend bei Rotweinen aber auch
bei vielen Weißweinen, vor allem Burgundersorten, ist die Lagerung
in kleinen Eichenholzfässern, Barriques, in den letzten Jahren zunehmend
populär geworden. Der Ausbau im neuen oder wenig gebrauchten Barriques
kann folgendes bewirken:
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Flaschenlagerkeller, © Deutsches Weininstitut
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Der Wein bekommt zusätzliche geschmackliche Noten von Holz, Toast,
Vanille und anderen Aromen. Dadurch erlangt er größere Komplexität.
Der Wein bekommt mehr Struktur bzw.
Rückgrat durch phenolische Substanzen, sogenannte Tannine. Diese
gelangen vom Holz in den Wein.
Durch die Tannine erhöht sich das
Lagerpotenzial des Weins. · Auch die Stabilität von Aromen und Farbstoffen
im Wein wird durch die Lagerung erhöht.
Der Ausbau im Barrique ermöglicht
einen langsamen Sauerstoffaustausch (Oxydation). Dadurch macht der
Wein einen Reifeprozess durch.
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Der gekonnte Ausbau im Barrique kann
sich sehr vorteilhaft auf den Weingeschmack auswirken. Hier kommt
es auf den Anteil des Weins an, der in neuen, einjährigen oder mehrjährigen
Barriques ausgebaut wird. Wenn der Anteil von neuem Holz zu groß
ist, wird die Holznote sehr intensiv. Einigen Weinkonsumenten erscheint
sie dann zu aufdringlich. Auch die Dauer des Barriqueausbaus, der
einige Wochen bis Jahre dauern kann, spielt eine Rolle. Sehr umstrittenen
ist der Einsatz von Holzchips. Sie sind preiswert und geben den
typischen Eichenholzgeschmack ab. Sie sorgen aber nicht für eine
gezielte langsame Oxydation, wie es im Barrique der Fall ist.
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Befüllen von Barriques, © Weingut Bürgermeister Willi Schweinhardt
Nachf., Langenlonsheim |
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Die Flaschenfüllung bzw. die Füllung in andere Behältnisse erfolgt
heute je nach Betriebsgröße mit halb- oder vollautomatischen Abfüllanlagen
unterschiedlicher Größe und Kapazitätsleistung. Die Flaschen (Behälter)
werden bei diesem Vorgang sterilisiert, um Verunreinigungen völlig
auszuschließen. Nach der Füllung werden die Flaschen sofort mit Korken
oder Die Flaschenfüllung bzw. die Füllung in andere Behältnisse erfolgt
heute je nach Betriebsgröße mit halb- oder vollautomatischen Abfüllanlagen
unterschiedlicher Größe und Kapazitätsleistung. Die Flaschen (Behälter)
werden bei diesem Vorgang sterilisiert, um Verunreinigungen völlig
auszuschließen. Nach der Füllung werden die Flaschen sofort mit Korken
oder Schraubverschlüssen abgeschlossen. In einigen Betrieben setzen
sich mehr und mehr Verschlüsse aus Silikon oder Metall durch, die
garantiert keinen Korkschmecker hervorrufen. |
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Da der Wein im Anschluss an die Füllung einige Wochen zur Ruhe kommen
sollte, lagern die Flaschen zumeist noch einige Wochen bis Monate
in temperierten Lagerräumen, bevor sie in den Handel kommen. Bei einigen
Qualitätsstufen etwa in Spanien oder Italien ist sogar eine Flaschenreife
von einem oder mehreren Jahren vorgeschrieben. Die Ausstattung der
Weine durch Etikett und Kapsel wird entweder direkt nach der Abfüllung
oder später nach Bedarf vorgenommen. |

Flaschenfüllung,
© Barriqueforum
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